Elektronischer Personalausweis

Das Bundeskabinett hat beschlossen das er kommt – Der Elektronische Personalausweis. Ab 2010 soll er alle Daten eines Bürgers wie das Digitale Lichtbild, Name und Geburtsdatum sowie die Fingerabdrücke der beiden Zeigefinger, welche NOCH Freiwillig sind beinhalten. Die Daten müssen für autorisierte Stellen leicht und unkompliziert verfügbar, aber auch sicher vor ungefugtem Zugriff sein. Das Bundesinnenministerium  sagt die Daten seien Sicher, denn niemand kann auf die Daten zugreifen. Um die biometrischen Daten und die Fingerabdrücke abrufen zu können, benötigt man ein spezielles Lesegerät, das  nur staatliche Stellen haben. Florian Glatzner vom FoeBuD in Bielefeld behauptet jedoch das Gegenteil: “Wenn die Verschlüsselung der Daten ähnlich schlecht ist wie derzeit in den Reisepässen, wo diese Technik ja bereits zum Einsatz kommt, ist sie leicht zu knacken. Hacker aus Holland haben das in nur zwei Stunden geschafft.” Die RFID – Technik soll ebenfalls in den Ausweisen verwendet werden. Sicher sagt das Bundesinnenministerium – Unsicher sagt Florian Glatzner. “Der Chip ist  passiv und verfügt über keine eigene Stromquelle. Es ist jedoch technisch denkbar, dem Chip einen Impuls zu senden, worauf er Daten zurücksendet. So kann man herausfinden, aus welchem Land der Passinhaber stammt.” Diese Information könnte zum Beispiel für terroristische Zwecke verwendet werden. Durch die Möglichkeit der Elektronischen Signatur lässt sich der Ausweis auch im Internet benutzten um  unter Verzicht einer Handschriftlichen Unterschrift zu Unterzeichnen.  Sehr sicher sagt das Bundesinnenministerium. Die Lesegeräte für den Hausgebrauch unterscheiden sich von den staatlichen. Die Daten sind durch PIN geschützt. “Durch den Gebrauch des Ausweises hinterlassen Sie eine Spur im Internet, weil Ihre Daten und die Ihres Geschäftspartners jedes Mal von der staatlichen Zertifizierungsstelle überprüft werden müssen. Ermittlungsbehören könnten so genau verfolgen, wo im Netz Sie sich aufgehalten haben”, so Glatzner. Der FoeBuD fordert deshalb wie  auch das Bündnis90/Die Grünen und Die Linke entsprechende Änderungen am vorgelegten Gesetzentwurf, damit die Privatsphäre der Bürger gewahrt wird.

Quelle: WDR

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